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Spreewald - Reisefotos und Reisebericht Ausflug in den SpreewaldEine Kahnfart in den Spreewald, eine Auenlandschaft mit vielen seltenen Pflanzen und Tieren, die seit 1991 durch die UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt ist, war natürlich von Cottbus aus ein "Muß". 18 000 Pflanzen- und Tierarten wurden hier registriert: darunter 585 Pflanzen, deren Bestand gefährdet ist (z..B. Sonnentau und Knabenkraut).LübbenauAusgangspunkt für uns war Lübbenau - hier der "sagenhafte" Brunnen in der Stadt.Selbst paddeln wollen wir allerdings nicht...
Ein Wahrzeichen des Spreewaldes sind diese Heuschober. Sie werden im Spreewald Stog genannt (pro Kuh ein Stog) und im Sommer an den Fließen aufgestellt, um das Viehfutter später per Kahn zu den Ställen zu fahren.Heute hat man sich aber teilweise den veränderten Produktionsbedingungen angepasst und presst das Heu auch in Rollen.
Diese alten Vorrichtungen sah man auch noch - leider hab ich vergessen,
wofür sie dienten (als Hebekran beim Transport?).
Am Ufer wurden typische Spreewaldprodukte (Gurken und Meerrettich!)
angeboten, die man vom Kahn aus kaufen konnte. Der Fährmann fragte,
ob er ansteuern sollte). Übrigens - natürlich haben wir die -
wie uns empfohlen - die Spreewälder Gurkensuppe probiert; aber ich
muß sagen, soo toll fand ich sie nicht.
LehdeWir haben die 3-stündige Kahnfahrt gewählt, die einen Aufenthalt im komplett unter Denkmalschutz gestellten Lagunendorf Lehde im Programm hatte. In seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" vergleicht Fontane Lehde mit einem Venedig im Kleinen. (Buchtipp: In den Spreewald - mit dem Teil aus den Wanderungen im Spreewald, mit wunderschönen Fotos). Der ungefähr 200 Einwohner zählende Ort ist ein Inseldorf bestehend aus vielen "Kaupen". und war über Jahrhunderte hinweg ausschließlich auf dem Wasserweg zu erreichen. Die zwischen den Fließen gelegenen Erhebungen wurden Kaupen genannt und zuerst besiedelt, so entstanden die ersten Streusiedlungen).Auf dem nächsten Foto das etwa 200 Jahre alte Haus Kaupen Nr. 6, ganz am Ende des Ortes, mitten im Spreewald, das auch heute noch sämtliche Zutaten und Getränke ausschließlich per Kahn erhält. Man sitzt im Parterre, im ehemaligen Wohn-Schlafzimmer mit niedriger Decke oder draußen direkt am Ufer auf der Terrasse. Auf den Wiesen ringsum weiden Rinder, Hühner gackern auf dem Hof und Pferde grasen auf der Koppel. Eine Idylle! Noch heute verfügen praktisch sämtliche Grundstücke über
einen eigenen Zugang zum einem der vielen Fließe, die weitgehend
die Funktion von Straßen haben. (Südlich an Lehde vorbei führt
übrigens der Gurkenradweg).
Bei diesem schlechten Wetter war nicht viel los, was wir als angenehm empfanden;
man konnte in Ruhe alles anschauen. Drei komplette Gehöfte geben
im Spreewald-Freilichtmuseum einen Einblick in das Leben der niedersorbischen
Bauern und Fischer; eine Naturkundeausstellung ist den im Spreewald heimischen
Vögeln und Fischen gewidmet. Eine lange Brücke verbindet mehrere
"Fließe" im Dorf.
Bitte beachten: Copyright Fotos Wolfgang Brandt / Maria Mail-Brandt! ![]() |
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